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Die Ritter-Orden, Ehren-Verdienst-Zeichen, sowie die Orden adeliger Damen im Königreiche Bayern, mit ihren Satzungen, geschichtl. Bemerkungen u. ihren dermaligen Mitgliedern : mit 31 color. Abb.
Entstehung
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D. Der St. Anna-Orden des Damenstifteszu Würzburg.

Abbildung' 31.

Das Pamenslift zur heiligen Anna in Wiirzburg verdankt sein Entsteheneiner Gräfin Anna Maria von Dernbach, gebornen Freiin Voit von Hieneck,welche in einer leztvvilligen Disposition vom Jahre 1683 in dem Falle deskinderlosen Ablebens ihres Ehegatten ihr sämmtliches Vermögen zur Gründungeines Freistiftes für Fräulein zum Besten des fränkischen Adels bestimmte.Nach dem kinderlosen Ableben des Grafen von Dernbach wurde der lezte Willeder Stifterin vollzogen und im Jahre 1714 durch den Fürstbischof, JohannPhilipp, das Freistift wirklich errichtet, wobei die Anzahl der Präbendirlennebst einer Abtissin auf sechs festgesezt wurde. — Die Ordens-Statuten er-neuerte 1733 der Fürstbischof Friedrich Carl.

Den Stiftimgsfond vermehrte im Jahre 1756 der Domstifts-Capitular, Jo-hann Franz Wolfgang Damian Graf von Ostein mittelst Schankung, wodurchdie Zahl der Präbendirten neben der Abtissin auf sieben gebracht wurde.

Der Zweck des Stiftes war: Verehrung Gottes und Feier des Andenkensder Stifterin, Erziehung der Präbentirten in geistlichen und adeligen Tugen-den und Wissenschaften, wobei die Damen zur Residenz im Stiftungshause ver-pflichtet gewesen. Bedingung für die Aufnahme war: Katholische Religion, Ab-» stammung aus einem reichsuumittelbaren ritterschaftlichen Geschlechte und von

acht Ahnen mit dem Vorzüge des fränkischen Adels, dann ein Alter von 13bis 10 Jahren.

Als Bayern in Folge des Reichs-Deputatious- Hauptschlusses vom 2.5. Fe-bruar 1803 von dem Fürstentum Würzburg Besiz genommen, und dasselbebis zum Abschluss des Presburger-Friedens vom 2G. December 1805 behauptethatte, wurde die Aufhebung dieses Stiftes ausgesprochen, jedoch noch im näm-

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