•<*'
131
I
B. Der St. Elisabethen-Orden.
Abbildung 29.
llie Slifterin dieses Ordens war die Cliiirfiirsiin Elisabetlia Augusta, ersteGemahlin des Cluirfiirsten Carl Theodor von der Pfalz und Tochter seinesOheims, des Pfalzgrafen, Joseph Carl Emanuel zu Sulzbach.
Sie hatte denselben zu Ehren der heiligen Elisabeth, mit Genehmigung desCluirfiirsten zu Mannheim am 18. October 1766 errichtet; Pabst Clemens XIII.aber ihn am 31. Jänner 1767 bestätiget und mit mehreren Indulten versehen.
Der Zweck des Ordens ist Mildthätigkeit gegen die Armen oder Nothlei-denden und Bedingung zur Aufnahme: katholisches Glaubensbekenntniss undalter stiftmässiger Adel.
Die Zahl der Mitglieder aus altfürstlichen Häusern ist unbestimmt; bei demübrigen Adel aber auf die Obersthofmeisterin, und sämmtliche Hofdamen derjeweiligen Grossmeisterin, dann auf sechs andere verehelichte oder verwittweteadelige Damen eingeschränkt.
Das Recht, die Grossmeisterin zu ernennen, ist dem Monarchen Vorbe-halten.
Das Ordens-Zeichen besteht aus eiuem weiss emaillirten mit einem Chur-hute bedeckten Kreuze in dessen Mitte auf der Vorderseite das Bild der heiligenElisabeth, wie sie Almosen austheilt und auf der ümseite der Xameuszug derStifterin erscheint. — Dasselbe wird an einem blauen und rotli eingefasstenBande von den Ordens-Damen an der linken Brust getragen:
Die Sazungen lauten vollständig, wie folgt:
L