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erreichte aber um diese Zeit das Reich des nördlichen Schar-lachs nach nicht. Aus ihr bildete sich um die Mitte deslöten Jahrhunderts der Croup aus; der Croup entstanddcurlich aus Modifikationen der, in eine nördlichere Regionund in ein kälteres Clima getretenen, bösartigen Bräune. Umdieselbe Zeit traten Scharlach und Bräune zusammen, combi-nirtcn sich und eS entstand eine verwüstende Zwischenform,die LeLl'Iotinn anginosa.
Das Scharlachficber soll nun einen cyclischen Umlauf gewon-nen haben, und nach den Angaben alle 7 bis g Zähre an demOrte wieder erscheinen; indeß möchte die Regelmäßigkeit dieserPerioden nicht immer nachzuweisen sein. Nach Most bindet sichder Scharlach an keine Jahreszeit, und man soll, nach dem-selben Schriftsteller, ein periodisches Wachsen von 20 bis 20Zähren, ähnlich den Zuflnenzen beobachten. Die Tödtlichkcitist je nach den Epidemien sehr verschieden; in Cüstrin stachenunter 1234 Menschen 100, in Hauan igiy unter 6oo Be-fallenen 80. Noch gibt es Orte, wo er nie gewesen ist z. B.zu Sulz nach Wunderlich; er scheint auch auf einige Thierez. B. Hunde und Katzen übertragbar zu sein.
Der Scharlach scheint den Tropen fremd zu fein; wahr-scheinlich sind Madera und der griechische ArchipelaguS seinesüdlichen Grenzen, nördlich geht er wenigstens bis Upsalaund an der Küste von Nordamerica (Boston, Ncuyork) ist ecso gemein als bei unS, ja sogar Zsland hat er heimgesucht.Auf der südlichen Hemisphäre scheint er eben so wenig vor-zukommen. King sagt: daß in Neusüdwalcs mit Ausnahmevon Catarrheu, keine epidemischen Krankheiten, eben so wenigKinderkrankheiten, als Masern, Keuchhusten re. bekannt seien.
12- Die 6 !l o I s r kl m o r I> u k.
Zn Europa, Asien und America beobachtet man seit denältesten Zeiten eine Krankheitsform, welche man den Brech-durchfall, die Brechruhr (Llloloro) nennt. Sie entsteht leichtnach unterdrückter Hautausdüystung, characterisirt sich durchsehr plötzliches Eintreten von Erbrechen und Durchfall, mitheftigen Scbmerze» im Unterleib und großer Ermattuna; sie