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allgemein als ein Zeichen des baldigen Endes der Pcstepidemieangesehen wird. Aussatz schützt völlig vor ihr und man hatnie gesehen, daß ein mit Aussatz Befallener davon ergriffenworden wäre. Vielleicht darf man das gelbe Fieber als welt-geschichtlichen Antagonisten der Pest ansehen.
6) Die Pocken.
Die Geschichte der Pocken hat seit mehreren Jahrhundertendie wiffeufchaftlicheii Aerzte beschäftigt, und noch scheint derStreit, ob sie so alt, als das Menschengeschlecht, oder neue-rer Entstehung seien, trotz der gelehrten und zum Theil vor-trefflichen Arbeiten von Hahn, Werlhof, Triller, Grüner,Senden, Sprengel, Neiske, Woodville, Willan, Webster,Schnurrer, Moore und Krause keineswegs geschlichtet.
Im Elephantenkrieg, bei der Belagerung von Meccaszwischen den Habyssiniern, denen AretaS, Iustinian's Statt-halter, Beistand leistete, und den Koreischiten, den Hütern derKaaba, crschieneir eine Menge scheußlicher Vögel mit erbsen-großen Steinen, welche sie auf die Habyssinier fallen ließen,die dadurch zu Grunde gerichtet wurden; selbst ihr Anführer,Abrehah, der ganz allein die Flucht ergriff, wurde auf der-selben getödtet. Diese Vögel heißen Ababil, ein Wort, wel-ches im Persischen eins mit den Blattern ist. Dieß geschahim Jahre 558, dem Geburtsjahre Muhameds (569 und 572»ach Andern), und man glaubte diesen Mythus, den El Ha-misy und Gelal, zwei arabische Schriftsteller erzählen, füreine Allegorie der Pocken halten zu dürfen, wahrend anderez. B. Chladni ihn für Nachrichten von Meteorsteinen erklär-ten. Doch ist so viel gewiß, daß nach Massudi und EbnDoreid, bei Gelegenheit des Elephantenkriegö Pocken mitMasern verbunden erschienen. Die Unzuverläßigkeit der ara-bischen Schrisisteller könnte diese Angaben in Zweifel ziehenlassen, wenn nicht von dieser Zeit an deutliche Nachrichtenvon den Pocken auf unsre Zeiten gekommen wären. Aharun,der zur Zeit der Flucht des Propheten (622 n. Ehr. Geb.)lebte, soll sie zuerst deutlich beschrieben haben und die spätereBeschreibung der Pocken von Arrasi oder NhazeS, der im