Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
106
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VortheilS bedienen können, der den Phöniziern und Grieche»so gut zn Statten kam, namentlich daß sie nicht, wie dieseVölker des Alterthums, längs den Küsten eines großen feste»Landes Entdeckungen machen, sondern sich in den weite»Ozean wagen, und große Strecken desselben durchschiffenmüssen, ehe sie ans ein anderes Eiland stoßen. Ans diese»Seereisen führen sie keine andern Lebensmittel als ihren sauer-gegohrcnen Teig von Brodfrucht, nebst etwas frischem Obstmit sich, welches aber gar nicht lange dauert; auch fehlt esihnen an großen Gefäßen, worin sie sich einen hinreichende»Vorrath von frischem Wasser aufbewahren können. Allerdieser Schwierigkeiten ungerechnet haben sie ihre Entdeckun-gen in einem Umkreise von 400 Seemeilen rund um ihreInselgruppe auSgcbreitct.

Auch die vielen Abweichungen im physischen Baue biete»,wenn sie alle im Zusammenhänge betrachtet werden, keine sogroßen Schwierigkeiten dar, als man gewöhnlich glaubtHalt man die verschiedenen Extreme der Bildung gegenein-ander, wie man seht in der Regel thut, so erscheint freilichdie Abstammung aller Menschen von einem Paare mehr ver-wischt, dieß ist aber nicht der Fall, wenn man die manchfal-tigen Uebergänge, die unendlichen Zwischenstufen gehörig her-aushebt, wie wir im Folgenden versuchen wollen.

Wenn wir bei diesen Untersuchungen analoge Verhältnisseder Jetztzeit berücksichtigen müssen, so dürfen wir uns stetshüten, immer von der Gegenwart auf die Vergangenheit voll-gültig zu schließen, da die Einflüsse auf die organische Welt,welche vor Jahrtausenden, von unserer Kenntniß unberührt,statt hatten, sehr verschieden von denen sein können, weichtwir jetzt finden.

Ehe wir solche Betrachtungen über die Veränderung deSMenschengeschlechts, über sein AnSeinandergehen in Nacen,Stamme und Nationen anstellcn können, müssen wir die Völ-ker in ihrer jetzigen Verbreitung auf der Erdoberfläche kennenlernen, und die Unterschiede betrachten, welche sie in ihm»Baue darbieten. Dieß soll die vorzügliche Aufgabe diesesBuchs sein, und die historischen, antiguarischen und linguisti-