tur, keine Urbarmachung deö Vodenö und keine Jagd störtedamals die Thiere in ihren Urwäldern. Ihre Menge mußteLa noch viel bedeutender sein, als in dem thierrcichen Afrika,das, trotz seiner Wüsten, Menschen genug zu Einwohnernhat, um einem allzumächtigen Anwachsen der Thiere Schran-ken zu setzen.
Vergleichung der antediluvianischen und derjetzt lebenden Thiere.
Unter den vielen Merkwürdigkeiten, welche die Thiere derDiluvialzeit zeigen, ist keine der geringsten, daß sie zwar imallgemeinen eine generische d. h. Gattungöahulichkeit mit dennoch lebenden haben, oder daß sie mit diesen verwandt oderähnlich gebildet sind, ohne jedoch in der Mehrzahl der Fälleeine spezifische Aehnlichkeit zu besitzen oder gar identisch zusein. Einige allerdings unterscheiden sich im Bau des Ske-lets so wenig von noch jetzt lebenden, daß man annchmenkönnte, sie rühren von einer und derselben Stammart her;dicß ist aber nur der kleinere Theil, und selbst von diesen istcs sehr zweifelhaft, da auch noch heutiges Tages unter sehrentfernten Himmelsstrichen außerordentlich verschiedene ArtenVorkommen, welche sich im Skelet nur äußerst wenig oderganz «»merklich unterscheiden. Vis jetzt sind etwa hundertArten Säugethiere aus der Diluvialepoche bekannt, vonwelchen kaum der 8te Theil eine solche spezifische Aehnlichkeitmit den jetzigen zeigt; alle übrigen sind untergegangen undfinden sich nicht mehr lebend. Außerordentlich merkwürdigist cs auch, daß gerade die Familie der Pachpdermen, wie inden Schichten der tertiären Gebirge, so auch in der Diluvi-alepoche so reich an Arten war; diese Familie steht in derZctztwclt so isolirt da, ihre kolossalen Formen bilden so wenigUcbergäuge uiitercinaiidcr und mit den übrigen Thierfamilien,daß es wirklich scheint, als wären die Verbindungsglieder beifrüheren Revolutionen der Erde untcrgegaugen, und sie selbstragten noch gleichsam wie fremde Gestalten einer früherenricscnmäßigercn Schöpfung in unsere Zeit herein. Eben soauffallend ist es, daß bei weitem der größte Theil der großen