nährten sich von einer Menge dicotyledonischer Pflanzen, de-ren Neste man zugleich mit findet; eö waren vornehmlich za-pfentragcnde Baume, Fichten, Taxusarten, Wachholdcr undThuyen, ferner Nußbäume, Platanen, Weiden-Pappel-Lba-stanien-Ulmenartige Baume, aber auch CocuS und Dattel-palmen und Maudelbäume. Einige Flußschildkröten und Cro-codilreste sind mit vielen Süßwassermuscheln gemengt. Dießsind also alles organische Körper aus Landseen, Flüssen undvom festen Lande; in den oberen Schichten kommen auch hieund da, aber selten und nur sparsam, einige Mecrconchylienvor; Confervcn und Algen scheinen ganz zu fehlen.
Nun kommt eine rein meerische Bildung, der Grobkalk.Das Meer, aus welchem sich die grobzusammengehäuftenMassen dieses Gebildes absetzten, muß unendlich reich an See-thieren gewesen sein, denn aus dem Pariser Becken allein hatman nahe an tausend Arten Seemuscheln beschrieben; sie ha-ben mehrentheils eine große Ähnlichkeit mit den noch heut-zutage lebenden. Zn großer Menge waren auch Fische ,vor-handen; sparsam dagegen fand man Ueberbleibsel von Schild-kröten, von Delphinen, von Manatis und von Wattrossen;die noch lebenden Manatis bewohüen die Meere der heißenZone, und das Wallroß ist nunmehr auf das Eismeer be-schrankt; die foßilen Arten sind von den jetzigen spezifischverschieden. Außerdem war jenes Meer von Seewürmern,von Seeigeln und Seesternen, von Krebsen und einer MengeZoophyte» belebt.. Von Vegetabilien findet man vorzüglichAlgen.
Auf diese im Seewasser gebildete Kalkformatioii folgenBanke von Mergel, von Kieselkalk und von Gips, welchescharf von dem darunter abgelagerten Grobkalk geschieden sind.Diese verschiedenen Gesteine gehören alle dem süßen Wasseran, denn sie enthalten, Neste von Thicren und Vegetabilien,welche thcils vom festen Lande, theils von Flüssen und Süß-waffersecn abstammeu; Ueberrcste von Seethiercn fehlen völ-lig. Am berühmtesten sind die Gipsbrüche vom Montmartregeworden; denn aus den daselbst gefundene» Knochen hatCuvier ganze Skelete zusammengesetzt, und der Mit- und