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1 (1844)
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Kurzsichtig sein und weit sehen werden im meta-phorischen Verstände von Geistesgabcn falsch gebraucht. EinKurzsichtiger heißt da ein Blinder; es ist aber klar, daß Kurz-sichtige auch Dinge sehen, die andere Leute nicht sehen.

Der Teufel ist wohl heutzutage, in unseren aufgeklärtenZeiten, ein recht armer Teufel. Woher mag überhaupt dieRedensart: armer Teufel kommen? Sie findet sich auch inanderen Sprachen: poor üevil, psuvre äiablo.

Daß die Verwechselung von lehren und lernen, die beiuns, zumal in der Sprache des Umgangs gemeiner ist, als mandenken sollte, von etwas Tieferm herrührt, als bloß von der Ähn-lichkeit des Lautes, kann man daraus abnehmen, daß die Schott-länder häufig to loarn mit to teaclr verwechseln, die doch nichtverschiedener klingen können. Hingegen verwechselt der Englän-der häufig e» U'e liegen, und to iaz, legen, welches auch derunstudirteste Deutsche nicht thut, da doch die Ähnlichkeit desLauts und der Relation in den Begriffen, die sie ausdrücke»,bei beiden gleich groß ist. Wer liegt, der hat sich gelegt; undwer sich lehrt, der lernt; oder, wer gelegt wird, liegt, und wergelehrt wird, lernt.

Unsere Inversionen in der Sprache haben das Nachteilige,daß wir dem Ausländer oft fade vorkommen müssen, der sie un-möglich alle verstehen kann, da sie bei dem Volke selbst erlernt