Druckschrift 
1 (1844)
Entstehung
Seite
310
Einzelbild herunterladen
 

Dingen statt der Sache selbst an die Literatur sich zu halten.Das deutsche Publikum, das selbst schon nach der Seite gestimmtist, ist auch daher geneigt, diese Literatoren mit dem Ruhme zukrönen, der eigentlich dem Denker und dem Erweitere! der Wis-senschaft allein gebührt.

Jemand überspringt bei Vorlesung der Mcssiadc immer eineZeile, und die Stelle wird doch bewundert.

Es kommt so außerordentlich viel darauf an, wie etwasgesagt wird, daß ich glaube, die gemeinsten Dinge lassen sichso sagen, daß ein Anderer glauben mußte, der Teufel hatte eseinem eingegeben.

Der Ton stimmt oft die Behauptung, statt daß die Be-hauptung den Ton angeben sollte. Selbst gute Schriftsteller,wenn sie auch gern schön sprechen, finden sich unvermerkt zuwei-len da, wo sie eigentlich nicht hin wollten.

Das Verdienst von Nafsincnrs von Zucker, den andere Na-tionen gepflanzt und gesotten haben, ist das Verdienst der mei-sten deutschen Schriftsteller.

Die unnützesten Schriften in unseren Tagen scheinen die mo-ralischen zu sein, nachdem wir die Bibel haben. Man möchtefast den Ausspruch des Kalifen Omar bei dem Brande der Alcxan-