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Die von Haller, ich rede hier bloß von dem Dichter, waren ge-meiniglich Leute von Geist und Nachdenken, die ihre Brotwiffen-schast nie vernachlässigten. Hingegen mit Klopstocks enthusia-stischen Bewunderern verhielt es sich gerade umgekehrt. Diemeisten waren unausstehliche Pinsel, denen vor den Wissenschaf-ten, die sie eigentlich erlernen sollten, ekelte. Musenalmanachewaren eine Hauptlectüre für sie. Waren eS Juristen, so lerntensie nichts, waren es Theologen, so wurden es frühzeitige Pre-diger, und die kamen noch am besten fort. Mediciner, die en-thusiastisch für Klopstock eingenommen gewesen wären, habe ichnicht gekannt. Mir ist nicht bewußt, daß ein declarirtcr Be-wunderer von Haller und der seine Gedichte mit vorzüglichemVergnügen gelesen, hernach etwas frappant Einfältiges geschrie-ben hätte, hingegen ist es eine ganz bekannte Sache, daß unterKlopstocks eifrigsten Bewunderern einige der größten Flachköpfeder Nation sind. Das Faetum ist wahr. Erklären kann ich esselbst nicht.
In einem Lande, wo der zuletzt Schreibende bei den MeistenRecht behält, muß man nicht antworten, sobald man sich eini-ges Übergewichts bewußt ist. Diejenigen, für die der Mann vonVerstand allein schreibt, haben ohnehin entschieden, ehe die Du-plik erscheint. So habe ich bei der Physiognomik gedacht.
Wenn man sich einmal einen Gedanken eines Andern einwenig zu Nutze macht, so schreien alle Recensenten: halt den