Druckschrift 
1 (1844)
Entstehung
Seite
286
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Auch diese Menschen kann man schildern, es ist menschliche Na-lur, modisicirl durch Umstände, die dem Wechsel unterworfensind. Diesen Menschen hat sich vorzüglich Hogarth gewählt,aber solche Werke verlieren viel mit der Zeit.

Es gibt kein größeres Hinderniß des Fortgangs in den Wis-senschaften, als das Verlangen, den Erfolg davon zu früh ver-spüren zu wollen. Dieses ist munteren Charakteren sehr eigen,darum leisten sie auch selten viel, denn sie lassen nach undwerden niedergeschlagen, sobald sie merken, daß sie nicht fort-rücken. Sie würden aber fortgerückt sein, wenn sie geringeKraft mit vieler Zeit gebraucht hätten.

Unter allen Kapitel», die uns der angenehme SchwätzerMontaigne hinterlassen hat, hat mir immer das vom Tode,der vielen vortreffliche» Gedanken ungeachtet, am wenigsten ge-fallen. Es ist das 19te im ersten Buche. Man sieht durch Alleshindurch, daß sich der wackere Philosoph sehr vor dem Tode ge-fürchtet, und durch die gewaltsame Ängstlichkeit, womit er denGedanken wendet, und selbst zu Wortspielen dreht, ein sehr übc-lcs Beispiel gegeben hat. Wer sich vor dem Tode wirklich nichtfürchtet, wird schwerlich davon mit so vielen kleinlichen Trost-gründen gegen ihn zu reden wissen, als hier Montaigne beibungt.

Eine traurige Betrachtung für die alte Geschichte liefert unsdie neue französische. Wie viel ist nicht darüber geschrieben wor-