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Es wäre gewiß sehr nützlich, der Welt die Schriftsteller an-zuzeigen, die mit Kenntniß anderer, die vor ihnen gewesen sind,aus sich selbst allein geschöpft haben. Durch diese allein lerntman, und es sind ihrer gewiß sehr wenige, die also Jedermannleicht lesen könnte. Die andern prägen nach und sind im eigent-lichen Verstände Falschmünzer.
Swift kleidet die Kinder seiner Phantasie freilich oft selt-sam genug heraus, daß man sie kaum von Hanswursten undLuftspringern unterscheidet; allein Zeuge, Borten und Steine,die er darauf verwendet, sind immer echt.
Der Gcmeinspruch, daß das Leben eines Gelehrten in sei-nen Schriften bestehe, verdient sehr eingeschränkt zu werden.
Das Stümpern in höher» Wissenschaften ist, wenn es miteinigem Witz und einer gewissen Duplicität des Ausdrucks ge-schieht, das, was niedere Classen für hohe Weisheit halten; derMann, der von dem Fache ist, worin hier gestümpert wird,lächelt über die Thorheit. H. in seinen I. z. G. d. M. ist einStümper an vielen Stellen.
Wie man alte Bücher studirt, in der Absicht Wahrheit zusuchen, so kann man wohl zuweilen eine Ausbeute erhalten, dieAndern entgangen ist, allein man riskirt auch zuweilen, die besteZeit seines Lebens zu verkuren.