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ähnliche Ehre mit größerem Bortheil widerfahren. Wir dürstennur einmal eine» philologischen Pabst bekommen.
Über nichts könnte sich die Satire mit glücklicherem Erfolgeausbreiten, als über das abscheuliche Übersetzen zu unserer Zeit.Die meisten deutschen Gelehrten sind die Dolmetscher der Mlls-siggänger und die Mäkler der Buchhändler. Man übersetzt, um,wie man sagt, nützliche Kenntnisse gemeiner zu machen, unddie Kenntnisse werden gemeiner, ohne nützlich zu sein. EwigMittel gesammelt und kein Endzweck erreicht! Es ist zum Er-staunen, wie manche Gelehrte in Deutschland Kenntnisse anhäu-fen, bloß um sie vorzuzeigen.
In den ganz alten Werken der Bibel, in griechischen undlateinischen Schriftstellern findet man eine Menge von Tugend-lehren, so viele seelcnstärkende Sentenzen, die von den erleuch-tetsten Köpfen aus der Erfahrung gesammelt, und mit demZug einer ganzen Lebensbahn verglichen, endlich in diesenSchatz niedergelegt worden sind. Im Salomo stehen eineMenge vortrefflicher Lehren, die wohl nicht von ihm sind —Eingebungen; vielleicht Hefte, die ihm seine Lehrmeister dictirthaben. Eben dieser Verstand der Alten, die Gabe, die siehaben, einem Beobachter seiner selbst ins Herz zu reden, istes, was mir die Lesung der Bibel so angenehm macht. Essind die Grundzüge zu einer Weltkcnntniß und Philosophiedes Lebens, und die feinste Bemerkung der Neuern ist gc-