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ten Betrachtungensammlers nicht unwürdig wäre. Weil ich michöfters mit ihm über mathematische Bücher unterhalten habe, s»kenne ich ihn von dieser Seite etwas genauer. Seine Begriffesormirten sich ungefähr so: Er sah Kästner's Ruhm und Besol-dung — erster Schluß: also durch Mathematik kann manzu Ruhm und Brot kommen. Er sah eine Sprache in den ma-thematischen Büchern, die sich von allen andern, christlichen undheidnischen, Sprachen unterschied — zweiter Schluß: dieMathematik ist erschrecklich schwer. Einige Bücher gingen ihmbeständig ab, andere blieben ihm stehen, und beinahe ewigstehen — dritter Schluß: einige Theile der Mathematikmüssen also wohl Brot eintragen, allein sie wird doch nicht ganzmit gleichem Eifer getrieben. Er sah die Finsternisse voraussa-gen, und zwar, daß, wie er selbst sagte, die Kalendermacher sel-ten sich um ein paar Vaterunser lang irrten — vierterSchluß: das ist etwas Außerordentliches um die Mathematik.Zusammengenommen sah seine Definition ungefähr so aus:
»Die Mathematik ist eine Profession, wobei ein ehrlicherMann alle seine fünf Sinne nöthig hat, die Ehre und auchBrot einbringt, aber nicht viel getrieben wird; einige Theiledavon müssen fast so brauchbar sein, als die Pandekten; sielehrt künftige Dinge vorhersagen, und das auf eine erlaubte Art;die Mathematiker wissen vermuthlich, wenn unser einer stirbt,aber sie thun wohl, daß sie es uns vorenthalten, und Gottgebe, daß die Landesobrigkeit es ihnen niemals erlaube, etwasdavon auszuplaudern.«