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kann dem Andern vorarbeiten, er kann Dissertationen schreiben,damit der Andere ein Wort sprechen kann, und kann in so seinein sehr nützlicher Mann werden. Allein es ist gewiß, daß sicham Ende diese schweren Berichtigungen alle nach 4 bis 500 oder1000 Jahren verlieren werden, wo die Nachwelt noch des Man-nes Buch lesen wird, der kurz, bündig und mit männlichemErnst — der für größtmögliche Untersuchung Bürge wird, sowie ein gesetztes Gesicht und simple reinliche Tracht für eine»männlichen Charakter — die Begebenheiten erzählt, und ohnezu predigen, Anmerkungen einstreut, aus denen man Predigtenmachen könnte. Ich sage, der Stubmsitzer ist nicht der Mann,der hierzu taugt, weil es kaum möglich ist, ohne Umgang mitder Welt und mit Leuten, die einem an Erfahrung überlegensind, und von allerlei Stand, sich das Gefühl zu erwerben, dasuns fast ohne nachzudenken von Begebenheiten urtheilen, oderwenigstens am rechten Orte suchen, oder nach der rechten Rich-tung verfolgen lehrt. Bücher würde» diesen Mangel völlig er-setzen, wenn alle Bücher von Menschenkennern geschrieben wären;allein selbst der Mann, der Erfahrung hat, im gemeinen Lebendarnach verführt, sie am Tisch und Spazicrgängen äußert, wirdsie oft nicht in sein Buch bringen, nicht weil er sie für Arcanahält, behüte der Himmel, sondern weil er glaubt, sie schickensich nicht für ein Buch. Denn es ist nur allzugemein, daßkluge Leute beim Bücherschreiben ihren Geist in eine Formzwingen, die von einer gewissen Idee, die sie vom Stil haben,bestimmt wird, eben so wie sie Gesichter annehmen, wenn sie