vortreffliches Frauenzimmer, die Hcrausgeberiu der Briefe, mitder er gewiß glücklicher gelebt hat, als wenn ihm sein Vater, wiegewiß am Ende geschehen sein würde, seine Ehe am politischenHimmel geschlossen hätte.
Es gibt wohl wenige Namen, die so sehr verdienen in demTempel des gnten Geschmacks aufgestellt zu werden, währendsie der Henker mit gleichem Stecht an den Galgen schlägt, alsder Name des Engländers Jnnius. So viel Bosheit bei soviel attischem Witz; verabschcnnngswürdige Beleidigung der Ma-jestät in einem bencidenswcrthcn Ausdrucke; Kenntniß des Men-schen, auf die ruchloseste Art zur Kränkung ihrer Rechte gemiß-braucht; alle Zaubereien der Beredsamkeit aufgeboten, ein Ge-spenst seiner Vorstellungen, den Despotismus, zu verbannen; einEifer für die Constitution, der, wenn er allgemein werden sollte,ihren Untergang unvermeidlich machen würde — dieses charaktc-risirt die Briefe dieses in allem Betracht außerordentlichen Mannes.
Man wundert sich oft, wie ein Mann, wie Mahomed,seine Leute so habe hintergehen, und mit seine» Fähigkeiten, siemögen nun klein oder groß gewesen sein, ein Aufsehen in derWelt machen können, das gar kein Verhältniß zu ihnen hatte.Man wundert sich, und sieht es doch alle Tage, wiewohl ineinem geringern Grade vor sich. Es gibt in der gelehrten Re-publik Männer, die ohne das geringste wahre Verdienst ein sehrgroßes Aufsehen machen; Wenige untersuchen den Werth dersel-