Druckschrift 
1 (1844)
Entstehung
Seite
248
Einzelbild herunterladen
 

248

Ich habe das Buch: der politische Thierkreis oderdie Zeichen der Zeit gelesen. Es ist gut geschrieben, undenthält theils eigen, theils aus andern ercerpirt, das Beste, wassich gegen die Großen und die Monarchieen sagen läßt. Einigesmag auch wohl unwiderleglich sein. Allein man lasse einmaldie Bolksrcgierungen überall eintreten, so werden vermuthlichandere Umstünde folgen, die die Vernunft eben so wenig billigenkaun, als die jetzigen. Denn daß das republikanische Systemganz frei von allem Unheil sein sollte, ist ein Traum, einebloße Idee. Ich glaube, ohne deßwegen richten zu wollen, manwird ewig und ewig durch Revolutionen von einem System in dasandere stürzen, und die Dauer eines jeden wird von der tem-porellcn Güte der Subjecte abhängen. Nach Amerikaläßt sich noch nichts beurtheilen, weil es zu weit von den Län-dern entfernt ist, wo man anders denkt, und die anders Den-kenden auf jener Seite der Welt nicht Unterstützung genug haben.Die eingeschränkte Monarchie scheint am Ende die Asymptote zusein, der die Staaten immer näher zu kommen suchen müssen;aber auch da wird es immer und ewig auf die Güte der Sub-jecte ankommen.

Große Eroberer werden immer angestaunt werden, und dieUnivcrsalhistorie wird ihre Perioden nach ihnen zuschneiden. Dasist traurig; es liegt aber in der menschlichen Natur. Gegenden großen und starken Körper selbst eines Dummkopfs wirdimmer der kleine des größcstcn Geistes, und sonach der große

!>'