wollte. Und wie, wenn es nun nie an Ehrgeizigen fehlen wird,die die Gesetze für Tyrannen halten?
Es scheint fast, als wenn es mit der Erkenntniß gewisserWahrheiten und ihrer Anwendung im Leben ginge, wie mitPflanzen: wenn sie einen gewissen Grad von Höhe erreichthaben, so werden sie abgeschnitten, um wieder von vorne an-zufangen. Der höchste Grad von politischer Freiheit liegt un-mittelbar am Despotismus an. Wie schön ist es nicht bei derenglischen Constitntion, daß sie republikanische Freiheit mit derMonarchie schon vorläufig gemischt hat, um den völligen Um-schlag aus einer Demokratie in reine Monarchie oder Despotis-mus zu verhindern!
Das Traurigste, was die französische Revolution für unsbewirkt hat, ist unstreitig das, daß man jede vernünftige undvon Gott und Rechtswegen zu verlangende Forderung, als einenKeim von Empörung ansehen wird.
Es kommt nicht darauf an, ob die Sonne in eines Mo-narchen Staaten nicht untergeht, wie sich Spanien ehedemrühmte; sondern was sie während ihres Laufes in diesen Staa-ten zu sehen bekommt.
Man spricht viel von guten Königen, die doch im Grundenichts weniger waren, als gute Könige, aber gute Leute. Es