Darf cin Volk seine Staatsvcrfassung ander», wen» eswill? Über diese Frage ist sehr viel Gutes und Schlechtesgesagt worden. Ich glaube, die beste Antwort darauf ist:Wer will es ihm wehren, wenn es dazu entschlossen ist?Allgemein gewordenen Grundsätzen gemäß handeln, ist natür-lich; der Versuch kaun falsch ausfallen, allein es ist nuneinmal zum Versuch gekommen. Ihm vorzubeugen müßtendie Weisesten die Oberhand haben, und diese Weisesten müß-ten eine Menge der Weisesten oder der Unweiseste», gleichviel, commandiren können, um die Vernunft der Bessern undden Gehorsam der Schlechtem immer nach derselben Seite zulenken.
Die Gegner der Französischen Republik sprechen immer, daßsie das Werk einiger wenigen aufrührerischen Köpfe sei. Hierkann man frei fragen: was ist je bei großen Begebenheiten dasWerk von Vielen zugleich gewesen? Oft war es nur dasWerk eines Einzigen. Und was sind denn unsere Potcn-tatenkriege je anders gewesen, als das Werk von Wenigen? —König und Minister. Es ist cin elendes Raisonncment. Esmüssen und können immer nur Wenige sein, wenn etwasGroßes ausgeführt werden soll. Die Übrigen, die Menge,müssen allemal herüber gebracht werden, man mag das nunÜberzeugung oder Verführung nennen, das ist gleich viel. Auchspricht man so verächtlich von Bierbrauern, Parfümeurs u. dgl.,die jetzt große Rollen spielen. Es gehört ja aber dazu nichts