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ist zugleich ci» großes Mittel, dessen sich der Himmel bedient,sie von vielen Unthaten abzuhalten; denn Vieles wird aus Furchtvor Lebensgefahr oder Krankheit unterlassen.
Weiser werden, heißt, immer mehr und mehr die Fehlerkennen lernen, denen dieses Instrument, womit wir empfindenund urtheilen, unterworfen sein kann. Vorsichtigkeit imUrtheilen ist, was heutzutage Allen und Jeden zu empfehlenist. Gewönnen wir alle zehn Jahre nur eine unstreitige Wahr-heit von jedem philosophischen Schriftsteller, so Ware unsereErnte immer reich genug.
Es gibt eine Art, das Leben zu verlängern, die ganz inunserer Macht steht: Früh aufstehen, zweckmäßiger Gebrauchder Zeit, Wählung der besten Mittel zum Endzweck, und wennsie gewählt sind, muntre Ausführung. Auf diese Art kann mansehr alt werden, sobald man das Leben nicht nach dem Kalenderschätzt; aber was das Beste ist, so wird auch jenes Leben, daswir mit Kalendern ausmessen, durch das, wovon Verdienst derMaßstab ist, verlängert. Wenn man einmal eine Arbeit vorhat, so ist es gut, bei der Ausführung sich nicht gleich dasGanze vorzustellen, denn dieses hat, bei mir wenigstens, vielNiederschlagendes; sondern man arbeite an dem, was mangerade vor sich hat, und wenn man damit fertig ist, geheman an das Nächste. — Eine Sache den Augenblick anfan-gen, und nicht eine Minute, viel weniger eine Stunde oder