Druckschrift 
1 (1844)
Entstehung
Seite
127
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Es ist eine Bemerkung, die ich durch vielfältige Erfahrungbestätigt gefunden habe, daß unter Gelehrten diejenigen fastallezeit die verständigsten sind, die nebenher mit einer Kunst fichbeschäftigen, oder, wie man im Plattdeutschen sagt, klütern.

Was die Spannung der Triebfedern in uns am meistenhemmt, ist, andere Leute im Besitz des Ruhms zu sehen, vonderen Unwürdigkeit man überzeugt ist.

Wenn ich sage: halte deine Zähne rein und spüle dir denMund alle Morgen aus, so wird das nicht so leicht gehalten,als wenn ich sage: nimm die beiden Mittelfinger dazu und zwarüber Kreuz. Des Menschen Hang zum Mystischen. Man nütze ihn.

Die sichere Überzeugung, daß man könnte, wenn man wollte,ist Ursache an manches guten Kopfes Unthätigkeit, und dasnicht ohne Grund.

Nichts erklärt lesen und studiren besser, als essen undverdauen. Der philosophische eigentliche Leser häuft nicht bloßin seinem Gedächtnisse an, wie der Fresser im Magen, da hin-gegen der Gedächtnißkopf mehr einen vollen Magen, als einenstarken gesunden Körper bekommt. Bei Jenem wird Alles, waser liest und brauchbar findet, dem System und dem inner»Körper, wenn ich so sagen darf, zugeführt, Dieses hierhin unddas Andere dorthin, und das Ganze bekommt Stärke.