Druckschrift 
1 (1844)
Entstehung
Seite
81
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natürlichen Folgen des Bergehens oder mit Belehrung, wennbelehren strafen genannt werden kann.

Was bin ich? Was soll ich thun? Was kannich glauben und hoffen? Hierauf reducirt sich Alles inder Philosophie. Es wäre zu wünschen, man könnte mehrDinge so simplicificiren; wenigstens sollte man versuchen, obman nicht Alles, was man in einer Schrift zu tractircn gedenkt,gleich anfangs so entwerfen könnte.

Mau kann nicht genug beherzigen, daß die Eristenzeines Gottes, die Unsterblichkeit der Seele u. dergl.bloß gedenkbare, aber nicht erkennbare Dinge sind. Essind Gedankenverbindungen, Gedankenspiele, denen nicht etwasObjectives zu correspondircn braucht. Es war ein großer Fehlerder Wölfischen Philosophie, daß sie den Satz des Widerspruchsauf das Erkennbare ausdehnte, da er doch eigentlich bloß dasDenkbare angeht.

Wenn man über Idealismus in verschiedenen Stadiis desLebens nachdenkt, so geht es gemeiniglich so: zuerst als Knabelächelt man über die Albernheit desselben; etwas weiter findetman die Vorstellung artig, witzig und verzeihlich; disputirt gerndarüber mit Leuten, die sich ihrem Alter oder Stand nach nochim ersten Stadio befinden. Bei reifen Jahren findet man ihnzwar ganz sinnreich, sich und Andere damit zu necken, aber imI. 6