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Mir ist es unbegreiflich, warum der Zustand der unendli-chen Herrlichkeit nicht lieber gleich angeht, da doch dieses Lebennur überhaupt ein verschwindender Punkt ist.
Ich glaube, es ist ein großer Unterschied zwischen Ver-nunft lehren und vernünftig sein. Es kann Leute ge-ben, die nichts weniger als eigentlich gesunden Verstand besitzen,und doch vortrefflich über die Regeln nachdenken, die er befolgenmuß; so wie ein Physiolog«: den Bau des Körpers kennen, undselbst sehr ungesund sein kann. Die großen Analysten des mensch-lichen Kopfs waren nicht immer die Praktisch-Vernünftigen.Ich rede hier nicht von Moral, sondern von Logik.
Ich glaube, der sicherste Weg, den Menschen weiter zubringen, wäre, durch die polirte Vernunft des verfeinerten Men-schen die blinden Naturgriffe des Barbaren (der zwischen demWilden und Feinen in der Mitte steht) mit Philosophie zu ver-feinern. Wenn es einmal in der Welt keine Wilden und keineBarbaren mehr gibt, so ist es um uns geschehen.
Zu den feinsten Ramisicationen unserer Wissenschaften undKünste liegt irgendwo der Stamm in unserer Wildheit oderBarbarei (dem Mittelzustand zwischen Wildheit und Verfeine-rung); diesen aufzusuchen, wie viel Philosophie erforderte esnicht, aber wie viel Nutzen hätte es auch!