des Buchs und dessen Dicke auf den innern Werth. Wohlver-standen, ich sage nicht, daß diese Dinge sein eigentliches Urtheillenken, sondern nur, daß er mit dem ersten Anblicke einer Sacheauch ei», dieser geringen Information proportionirtcs, Urtheilvon ihr verbindet, oft ohne daß er sich dessen deutlich bewußtwird. Auch hebt die Erfahrung der nächsten Secunde das Ur-theil oft wieder anf. Alles dieses sind Samenkörner von Wissen-schaften, aus denen ein Lambert etwas hätte ziehen können;allein so wie nicht aus jedem Samen ein Baum oder Küchen-kraut wird, so eben auch hier. Indessen sind diese Winke nieaus der Acht zu lassen; sie sind die Resultate vieler empfangenenEindrücke in der verständlichsten Summe coustruirt.
Das Möserische Mehl und nicht die Mühle ist vortreff-lich; Früchte der Philosophie und nicht die Philosophie. Wennwir fragen, wie viel Uhr es ist, so wollen wir nichts von derEinrichtung der Taschenuhr wissen. Die Kenntniß der Mittel istheutzutage eine rühmliche Wissenschaft geworden, und Niemandgebraucht sie zu seinem Glück und dem Glücke der Welt. Kennt-niß der Mittel ohne eine eigentliche Anwendung, ja ohne Gabeund Willen sie anzuwenden, ist, was man jetzt gemeiniglichGelehrsamkeit nennt.
Es ist mir keine Betrachtung angenehmer, als die, in denpolirtestcn Zeiten Spuren von Gebräuchen der rvhestcn Völkeraufzusuchen, freilich ebenfalls verfeinert. (Es ist unmöglich, daß