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sehen, ob man in dem erstem richtig ist, sich des letztem bedie-nen kann, so wie man sich des Augenmaßes oft zur Probe dergenauesten Messungen bedient.
Ich glaube von Grund meiner Seele und nach der reifstenÜberlegung, daß die Lehre Christi, gesäubert vom Pfaffengeschmiere,und gehörig nach unserer Art sich auszudrücken verstanden, dasvollkommenste System ist, das ich mir wenigstens denken kann,Ruhe und Glückseligkeit in der Welt am schnellsten, kräftig-sten, sichersten und allgemeinsten zu befördern. Allein ich glaubeauch, daß es noch ein System gibt, das ganz aus der reinenVernunft erwächst, und eben dahin führt; allein es ist nur fürgeübte Denker, und gar nicht für den Menschen überhaupt; undfände es auch Eingang, so müßte man doch die Lehre Christifür die Ausübung wählen. Christus hat sich zugleich nach demStoff bequemt, und dieß zwingt selbst dem Atheisten Bewunde-rung ab. (In welchem Verstände ich hier das Wort Atheistnehme, wird jeder Denker fühlen.) Wie leicht müßte es einemsolchen Geiste gewesen sein, ein System für die reine Vernunftzu erdenken, das alle Philosophen völlig befriedigt hätte! Aberwo sind die Menschen dazu? Es wären vielleicht Jahrhunderteverstrichen, wo man es gar nicht verstanden hätte; und so etwassollte dienen, das menschliche Geschlecht zu leiten und zu lenken,und in der Todesstunde aufzurichten? Ja, was würden nichtdie Jesuiten aller Zeiten und aller Völker daraus gemacht haben?Was die Menschen leiten soll, muß wahr, aber allen verständ-