Es ist daher gut, sich durch einen Freund oder eine Freundinwieder an die Welt anzuhaken, um nicht ganz abzufallen.
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Bei unserm frühzeitigen und oft gar zu häufigen Lesen,wodurch wir so viel Materialien erhalten, ohne sie zu verdauen,was die Folge hat, daß das Gedächtniß gewohnt wird, dieHaushaltung für Empfindung und Geschmack zu führen — dabedarf es oft einer tiefen Philosophie, unserm Gefühl den erstenStand der Unschuld wieder zugeben, sich aus dem Schutt frem-der Dinge heraus zu finden, selbst anzufangen zu fühlen undselbst zu sprechen, und, ich mochte fast sagen, auch einmalselbst zu existiren.
Ich glaube, daß der Jststinct im Menschen dem geschlosse-nen Urtheil vorgreift, und daß daher Manches von minder ge-lehrten, aber dabei genauen, Empfindern offenbart sein mag,was das geschlossene Raisonnement noch bis jetzt nicht erreichenund verfolgen kann. Es erzeugt sich thierische Wärme, undwird erzeugt werden, ohne daß man noch genau im Stande ist,zu erklären, woher sie komme. Dahin rechne ich die Lehre vonder Unsterblichkeit der Seele. „Es wird nach unserm Leben sosein, wie es vor demselben war" — dieses ist ein instinctmäßi-ger Borgriff vor allem Raisonnement. Man kann ihn noch nichtbeweisen, aber für mich hat er, zusammengenommen mit an-dern Umständen, Ohnmacht, Betäubung, eine unwiderstehlicheGewalt, und hat es auch vermuthlich für eine Menge von Men-