Druckschrift 
1 (1844)
Entstehung
Seite
37
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Nachtrag

zu den Nachrichten und Bemerkungen des Verfassersüber sich selbst.

Ich habe schon auf Schulen Gedanken voin Selbstmordegehegt, die den gemein angenommenen in der Welt schnurstracksentgegenliefen, und erinnere mich, daß ich einmal lateinisch fürden Selbstmord dispntirte und ihn zu vertheidigen suchte. Ichmuß aber gestehen, daß die innere Überzeugung von der Billig-keit einer Sache (wie dieses aufmerksame Leser werden gefundenhaben), oft ihre» letzten Grund in etwas Dunklem hat, dessenAufklärung äußerst schwer ist oder wenigstens scheint, weil ebender Widerspruch, den wir zwischen dem klar ausgedrückten Satzeund unserm undeutlichen Gefühle bemerken, uns glauben macht,wir haben den rechten noch nicht gefunden. Im August 1769und in den folgenden Monaten habe ich mehr an den Selbst-mord gedacht als jemals, und allezeit habe ich bei mir befunden,daß ein Mensch, bei dem der Trieb zur Selbsterhaltung so ge-schwächt worden ist, daß er so leicht überwältigt werden kann,sich ohne Schuld ermorden könne. Ist ein Fehler begangenWorden, so liegt er viel weiter zurück. Bei mir ist eine vielleichtzu lebhafte Vorstellung des Todes, seines Anfangs und wie