Druckschrift 
1 (1844)
Entstehung
Seite
20
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Lustspiel, das wäre etwas für mich zu bearbeiten. Aufschiebenwar mein größter Fehler von jeher!

Von Allem nur das Schlimmste sehen, Alles furchten, selbstGesundheit für einen Zustand ansehen, worin man die Krank-heit nicht sucht: diesen Charakter glaube ich am besten durch-setzen zu können, ich dürfte mich bloß abschreiben.

Ich lese die Psalmen Davids sehr gern: ich sehe daraus,daß es einem solche» Manne zuweilen eben so nms Herz warwie mir, und wenn ich sehe, daß er nach seinem großen Lei-den wieder für Errettung dankt; so denke ich, vielleicht kommtdie Zeit, daß auch du für Errettung danken kannst. Es istgewiß ein Trost, zu sehen, daß es einem großen Manne ineiner höher» Lage nicht besser zu Muthe war, als einem selbst,und daß man doch nach Tausenden von Jahren von ihm sprichtund sich an ihm tröstet.

Nachdem ich Vieles menschenbcobachterisch und mit vielemschmeichelhaften Gefühl eigener Supcriorität aufgezeichnet und,n noch feinere Worte gesteckt hatte, fand ich am Ende, daßgerade das das Beste war, was ich ohne alle diese Gefühle soganz bürgerlich niedergeschrieben hatte.

Bei aller meiner Bequemlichkeit bin ich doch immer in derKenntniß meiner selbst gewachsen, ohne eben die Kralt zu ha-ben, mich zu bepern. Ja ich habe mich öfters für alle meineIndolenz dadurch entschädigt gehalten, daß ich dieses einsah,und das Vergnügen, das mir die genaue Bemerkung einesFehlers an mir machte, war oft größer, als der Verdruß, den