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In meinem Kopfe leben noch Eindrücke längst abgeschiednner Ursachen. ^
Es ist allezeit betrübt für mich, wenn ich bedenke, daß man ^
in der Untersuchung mancher Dinge zu weit gehen kann, ich ^
meine, daß sie unserer Glückseligkeit nachteilig werden können. ^
Eine Probe davon habe ich an mir. Ich wünsche, ich wärein meinen Bemühungen, das menschliche Herz kennen zu lernen,minder glücklich gewesen. Ich verzeihe den Leuten ihre Boshei- §ten weit lieber, als vorher, das ist wahr; wenn jemand in Ge- !sellschaft übel von mir redet, zumal wenn es nur geschieht, umdie Gesellschaft zu belustigen, so kann ich ihm deßwegen nicht im !
mindesten aufsässig werden, ich mache mir, im strengsten Verstände, '
nichts daraus, nur muß es nicht mit wallendem Blute und Hitze ^ ^geschehen, oder grobe Verläumdung sein, die glaube ich nicht zu ^
verdienen. Hingegen ist mir auch zu wenig an dem Lobe der M
Leute gelegen; ihr Neid wäre allenfalls das Einzige, was mich lk
noch freuen würde. Das sollte in der Welt nicht sein. Also ist !
auch hier harmonischer Wachsthum des ganzen Erkenntnißsy- Ä
stems nöthig; wo ein Theil zu sehr cultivirt wird, da führt es »I
am Ende immer auf ein kleines oder großes Unheil hinaus. !
Über nichts wünschte ich mehr die geheimen Stimmen Hdenkender Köpfe gesammelt zu lesen, als über die Materie vonder Seele; die lauten, öffentlichen verlange ich nicht, die kenne ^
ich schon. Allein die gehören nicht so wohl in eine Psychologie, ^
als in eine Statutcnsammlung. Was wird noch aus diesem ^Geschlechte werden, ehe es vergeht? Die Welt kann leicht noch