ihm haben könnten, da von der andern Seite überallsein redliches Bestreben nach einer immer größer» so-wohl geistigen, als moralischen Vollkommenheit hervor-leuchtet. Es würde sich wenig für uns schicken, seineLobredner zu machen, sonst wären wir leicht im Stande,von seiner großen Uneigennützigkeit, und Gewissenhaf-tigkeit, von seiner Gefälligkeit, von seiner Strenge gegensich selbst und der Nachsicht gegen Andere, von seinerWohlthätigkeit, von seiner Treue gegen seine Freunde,und seiner Zärtlichkeit gegen seine Gattin und Kinder,von seiner unbestechlichen Wahrheitsliebe die sprechendstenBeweise zu geben.
Der zweite Hauptartikel, die Fragmente*), be-greift fast lauter Stücke, die sich auf eine Periode undein Übel unserer Literatur beziehen, die sonst große Auf-merksamkeit verdienten — die Periode der Em-pfindsamen und der Kraftgenies. Jetzt ist sievorbei, und in so fern verlieren diese Stücke an Inter-esse; indessen zeigen sie wenigstens, wie eifrig der Ver-fasser bemüht gewesen ist, sich jenem Übel zu wider-setzen, und was für Minen er noch bereitete, um sieim Fall der Noth springen zu lassen. Besonders scheint
') Diese Fragmente sind, wie in der Borrede bemerkt wor-den, in den 2ten Band der gegenwärtigen Ausgabe aufgenom-men worden.