Druckschrift 
1 (1844)
Entstehung
Seite
VIII
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Wer wird uns also tadeln, daß wir das Ersteregewählt haben? So mangelhaft auch diese Sammlungist, so trägt sie doch nicht wenig dazu bei, uns dieDcnknngsart ihres Verfassers zu enthüllen, und zumTheil sein Innerstes aufzudecken; und überdies' betrifftihr Inhalt lauter Gegenstände, die der Aufmerksamkeiteines jeden gebildeten Menschen würdig sind und seinNachdenken beschäftigen können. Wenn sie also gleichnicht in die Classe derjenigen Bücher gehört, die sichzum Zeitvertreib in einem Athem durchlesen lassen, soist sie dafür desto geschickter, den Geist zu wecken, undin Thätigkeit zu setzen, und uns so die zuträglichste undedelste Art der Unterhaltung zu verschaffen. Man mußsie nicht wie eine gewöhnliche Kost betrachten, die manbis zur Sättigung genießt, sondern wie ein geistigesGetränk, das in kleinen Gaben genossen unsere Mahl-zeit würzt, und unsere Maschine belebt, aber im Über-maaß gebraucht, ihre Kräfte schwächt, und den Geistverwirrt.

Der Verfasser war ein Mann von originellem Kopf,und von mannichfaltigen Verdiensten um die deutscheLiteratur. Die Art von Talent, die er besaß, ist, sowie überhaupt, so besonders unter uns selten: Witz undLaune mit Menschenkenntniß, philosophischer Geist mitGelehrsamkeit, Scharfsinn mit Geschmack verbunden!