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Über die gegenwärtige Lage des Königreichs Hannover : ein Versuch, Ansichten aufzuklären
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3l. Vcrwallung.

und die Befreiung von Lasten, die lediglich von obcnher aufge-legt werden möchten (ein altes aber nur zu sehr verdunkeltesund mißachtetes Recht), schon jetzt fcstgestcllt werden zu kön-nen und zu müssen.

41. Verwaltung.

Diese Bemerkungen mögen in Rücksicht der Formen genü-gen, in denen die politischen Rechte des Volks sich zu bewegenhaben würden. Allein mit diesen Formen ist eine zweckmäßigeAnordnung des Staats keineswegs vollendet, sie sind vielmehrnur Quelle des Streits und des Nebels, wenn nicht die ganzeVerwaltung mit ihnen in Einklang gebracht ist. Die Theorievon dem Gleichgewicht der vcrschicdnen Gewalten und Kräftedes Staats hat irrig an sich - zu einem sehr verbreitetenpractischcn Irrthume geführt. Man stellt die Negierung dar,als etwas mit den Interessen der Regierten streitendes und er-schöpft sich im Aufsuchen von Mitteln zum Widerstande, umein Gleichgewicht herzustcllcn, das am Ende, wenn es erreichtwürde, nicht eine heilsame Thatigkeit erzeugen, sondern alleThätigkcit aufhebcn müßte. Es wäre dann freilich besser alleNegierung abzuschaffen. So ist in Deutschland nur zu oft demmonarchischen Principe der Regierung ein oligarchisches inNathsbehördcn, diesem wieder ein dcmocratischcs in Bürger-Vorstehern u. s. w. entgegengesetzt. Ein Jrrthum dieser Artaber greift im Leben um desto leichter um sich, je genauer er mitdem gewöhnlichsten Grundfehler der Regierungen und der Mciu-schen überhaupt zusammeuhängt, dem, irgend ein vorhandenesfehlerhaftes Vcrhältniß als nothweudig, das Mittel als Zweck,eine Folge als Grundursache zu behandeln. Solange nun dieRegierung ihren richtigen Standpunct, die Eintracht mit demInteresse des Volks, behauptet, solange wird kein Bedürfnis;gefühlt; verläßt sie diesen, nimmt sie eine feindselige Stellungan, so wird sofort diese Corruption als das Nothwendige be-trachtet, und Widerstand gesucht, statt die Eintracht hcrzustcl-len. Bis jetzt hat wohl nur England jene Uebereinstimmung