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Über die gegenwärtige Lage des Königreichs Hannover : ein Versuch, Ansichten aufzuklären
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142 V. Gegenwärtige Lage nnd Bedürfnisse.

Kramer bestanden, deren Anzahl durch den vermehrten Verbrauchausländischer Bedürfnisse ebenfalls so sehr vermehrt ist. DieseClassen, denen man durch Steuererlaß den verminderten Erwerbniemals ersetzen kann, werden sich für eine Zeitlang schlechterbefinden, wenn ihnen nicht durch sehr kräftige Mittel aufgchol-fen wird; und auch sic werden sehr leicht der UnzufriedenheitRaum geben. Eine finanziell und polizeilich gleich zweckmäßigeMaaßrcgcl ist starke Belastung der Branntweinbrennerei, undkein Gewerbe hat in den letzten Jahren so sehr geblühct, keineswird also durch bessere Maaßregeln sich leichter verletzt fühlen.

Es wird nur zu leicht seyu, aus Einzelheiten dieser Art hin-terher ein finstres Gemälde zusammenzufügen, und wenn cs schonjetzt Menschen giebt, die mit Verhöhnung die Strebenden ver-folgen ; so werden hinterher auch solche nicht ermangeln, die dasGcthanc einseitig und ungerecht tadeln. Ein solches Treiben würdenur revolutionär zu nennen scyn; denn es kann keinen andernZweck haben, als die Menschen zu neuer gewaltthatiger Bewe-gung zu reizen, den Staat zu neuen raschen Schritten zu zwin-gen, aus denen, geschehen sie nun vorwärts oder rückwärts,niemals der ruhige Bestand, die verbreitete Zufriedenheit her-vorgeht, welche eigentlich den Gegensatz der Revolution bildet,weil nur hieraus die Liebe zu der bestehenden Staatsform, zumVaterlande sich entwickeln kann; und nur diese Liebe es ist wel-che zusammenhält, bindet, in Kampfund Tod treibt, wo jedeKlügelei von Ansprüchen und jede Selbstsucht der Partheien inAuflösung und Schmach stürzt.

Welche Waffen kann eine offne redliche Regierung diesemfinstern Treiben entgegcnstcllen, als die der Belehrung? Manzeige erst dem Volke, wo seine Interessen liegen, wo die derUnzufriedenen; man zeige die Mittel zur Abhülfe, die Wege,welche man cinzuscblagen gedenkt; man beweise, daß man dieFolgen vorher sieht, daß nichts unerwartet komme und nichtsgefürchtet werde, als die Fortsetzung der Ucbel. Kommt zusolcher Belehrung rechte Thatigkeit, wird fortgeschritten mit red-lichem Sinne: so werden jene übertriebenen Ansprüche sich le-gen, man wird lernen zu erwarten. Und die, welche jetzt, um