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Über die gegenwärtige Lage des Königreichs Hannover : ein Versuch, Ansichten aufzuklären
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32. Allgemeines. 141

Ständen unangenehm werden. Der Adel fall von seinen Rech-ten verlieren; er soll noch mehr abgeben von dcnVortheilen, dieder Staat ihm gebracht hat; die Staatsdicncr können so über-triebene Vortheilc als bisher nicht langer besitzen, ihre persön-lichen Interessen werden und müssen leiden; denn thöricht, jawidersinnig und ungerecht wäre es, gegen bisher anerkannteRechte der Privilcgirtcn zu streiten, und dem bloßen Besitze undGenüsse einer Beamtenaristocratie den Gewinn wieder aufzu-vfern. Der Adel, dem diese Vortheilc nicht mehr wie vorhinzu Theil werden sollen, der in allem dem Volke glcichstehcn soll,kann und wird mit Recht fordern, daß die Staatsdienerschaftihre Ansprüche zu allererst beschränke. Dem Stande der Staats-diener fällt vor allem zur Last, die Gleicogültigkcit des Landesgegen die Stande durch beständigen Tadel und Spott vermehrtzu haben manchmal nur um doch den Schein des Bcsscrwis-scns zu behaupten, wo man lästig gefunden, sich gründlich zuunterrichten. Ein Angriff der Stände auf diese übermächtigeVerbindung, deren Corporationsgeist bekannt genug ist, wirddenselben Kampf mit doppelter Heftigkeit Hervorrufen. Ebenso wie die Unzufriedenheit der Beamten über Cammersparsam-keit und Eonnexionscinfluß in neuerer Zeit die Unzufriedenheitder höheren Stände mit der Regierung vermehrt hat, eben sowird eine noch tiefer greifende Sparsamkeit, und eine Beförde-rung nach Tüchtigkeit, die wir bedürfen, dieselben gegen dieje-nigen reizen, die solche Heilmittel anwcndcn möchten. DieClasse der Handwerker aber, deren Verhältnisse überhaupt soschwierig sind, wird ebenfalls sehr schwer zufrieden gestellt wer-den. Soll das, was nothwendig ist, geschehen, sollen die Steuerngerechter vertheilt werden: so ist Belastung her hohem Ständedas erste Mittel, was ergriffen werden muß. Diese Belastung,welche zumal die Besoldeten treffen wird, verbunden mit weni-ger günstigen Aussichten aufBefürdcrung und Gehaltserhöhung,muß nothwendig den Luxus dieser Elasten beschränken. Vondiesem Luxus aber haben die Handwerker seit Jahren gelebt,nachdem die näheren Bedürfnisse durch Fabrikwesen ihnen ge-nommen sind. Von diesem Lurus haben ganz vorzüglich die