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Über die gegenwärtige Lage des Königreichs Hannover : ein Versuch, Ansichten aufzuklären
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130 IV- Neueste Ereignisse.

wmf kam, erbitterte er die erste Cammer auf eine fast unglaub-liche Weise, wahrend die zweite Cammer denselben für ungenü-gend, und für ein Zeichen wachsenden Einflusses der alten An-sichten in der Regierung hielt.

Man hatte in jenem Gefühl der Unsicherheit über das, wasman von der Regierung zu erwarten habe, gleich anfangs, alsman den Beschluß faßte, dieselbe um Vorlegung eines Ent-wurfs zur Verfassungsurkunde zu bitten, die Wahl der stän-dischen Commissionsglicder aufgcschoben, bis man irgend eineErklärung von der Regierung erhalten haben würde. Als mansich endlich zu dieser Wahl bewegen ließ, um nicht der vielleichterwünschten Zögerung einen Vorwand zu geben, bemächtigtesich die Verlaumdung dieser Handlung, um durch die offenkun-digsten Unwahrheiten falsches Licht auf diejenigen zu werfen,die man gern als revolutionair verdächtigt hätte. Diese Ver-läumdungen machten nothwendig bösen Eindruck. Es kam hin-zu , daß die Oeffentlichkeit der Verhandlungen sich immer nichtverwirklichen wollte, daß in der Localitat Schwierigkeiten ge-funden wurden, die viele nur für gesucht hielten. Der AntragaufFrciheit der Presse fand immer einige Opposition bei der Re-gierung. Vor allem aber regte der Ministcrwechsel zu AnfangMais auf. Einen Wechsel hatten alle gewünscht, verlangt;aber das wie? hatte niemand recht überlegt. So war das Ein-tretende unerwartet, und bedenklich. Die meisten hatten bür-gerliche Minister erwartet. Manche zogen aus frühem Verhand-lungen trübe Vorbedeutungen für das Ablösungsgesetz und denBeitrag der Rentbcrcchtigten zur Grundsteuer.

Die Spannung stieg ungemein. Offne Feinde hatte mannicht mehr zu bekämpfen, aber nach allen diesen Symptomen undmancher andern bedenklichen Acußerung mußte man schließen,daß die Gegner mit desto mehrerem Glück den Weg stillen Wi-derstandes cingeschlagen hatten, wo man jedem Drucke leichtnachgiebt, aber sobald der Druck nachläßt, auch wieder eben soleicht den alten Standpunct einnimmt. Man sah die Verläum-dung vor Augen, man glaubte die Entfremdung der höchstenPersonen zu bemerken. Eine sehr feste Hoffnung setzte man auf