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Über die gegenwärtige Lage des Königreichs Hannover : ein Versuch, Ansichten aufzuklären
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30. Zeit der Spannung.

Auch berschen um Ostern von der zweiten Cammer auf vor-läufigen Bericht der Commission gefaßte Beschluß der Ocffentlich-keit der Verhandlungen war von erster Cammer angenommen.Die Regierung wünschte nun möglichst beschleunigten Schlußder Arbeiten, um ihrerseits Zeit zu gewinnen zu den Vorbereitun-gen für das Verfaffungswcrk. Der Wunsch wurde von derMehrheit der zweiten Cammer getheilt, allein die Stimmungwar sehr verschieden. Nachdem jene Anträge von überwiegen-der Wichtigkeit der Regierung übergeben, und das ganze Schick-sal derselben der Regierung allein in die Hände gelegt worden,konnte nicht fehlen, daß sich eine gewisse Aengstlichkeit der Ge-rnüthcr bemächtigte. Die Negierung hatte sich bisher noch aufkeine Weise so bestimmt ausgesprochen, daß man ihren Ganghätte vorher bezeichnen können. Sie war nur gefolgt, jetzt solltesie selbstständig handeln; cs konnte kein völliges Vertrauen stattfinden. Man bewachte alle Schritte, fand nur zu oft Grund zuBedenklichkeit und Furcht. Dazu war durch den Gang der Ver-handlung über manche Gegenstände, bei denen sich die Interes-sen und Ansichten spalten mußten, Persvnensteucr, Eingangs-steucr, Advocatenwesen, eine gewisse Unklarheit in die Lage derDinge gekommen. Deshalb wurde jener Wunsch der Beendi-gung unterdrückt; man wollte erst Garantieen haben, und bisdahin noch das Mögliche thun, um die materiellen Bedürfnissedes Volks zu befriedigen.

Daß die Ablösungsordnung beendigt werden müsse, warauch die Ansicht der Regierung. Eine ständische Commissionfand den vorgelegten Entwurf indeß unzweckmäßig und gab dem-selben nach sorgfältiger Berathung diejenige Gestalt, in welcherer von 'den Cammern mit einigen Modisicationcn demnächst an-genommen ist. Das Gesetz über den Beitrag der Zins-, Zehnt-und Dienstherrn zur Grundsteuer der Pflichtigen erschien langeZeit nicht, und was man über die desfallsigen Berathungen imGeheimenrathe hörte, beunruhigte die Gemüther. Als der Ent-Stüve libs^ Hannover. 9

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