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Über die gegenwärtige Lage des Königreichs Hannover : ein Versuch, Ansichten aufzuklären
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29. Widerstand der ersten Cammer.

dem die Negicrungsparthei der zweiten Cammer sich angcschlos-sen, war aus ungenügenden Gründen abgclchnt, der Antragauf Vorlegung einer Uebcrsicht, den jene möglichst bekämpft,angenommen mit einem Zusätze, der cs fast nicht zweifelhaftließ, daß auf solche Weife die Sache mit völliger Gewißheithintertriebcn werden müsse, wenn auch der Schein vor der Mengegerettet werde.

Die Aufregung der zweiten Cammer war sehr groß. Wah-rend man hier den kräftigsten Confcrcnzantrag beschloß, dieRegierung über jenes System des Abwartcns, das nun diehöchste Gefahr hcrbeigeführt, auf das schärfste tadelte, wurde inerster Cammer auf den Antrag wegen des Grundgesetzes einBeschluß gefaßt, dessen Inhalt ebenfalls verschieden angegebenwurde, der aber auf jede Weise höchst ungünstig schien.

Jetzt wurde unter den Deputaten der zweiten Cammer aufdas ernstlichste berathen, welche Mittel man anzuwcnden habe,um das Nothwcndige durchzuführcn. Schon langst hatte mangeredet von einer Addresse der zweiten Cammer an den König,die durch eine Deputation zu überbringen sey, von factifcher Auf-lösung der Cammer durch Resignationen, oder von Verweige-rung der Bewilligungen. Man erkannte eines wie das andre fürbedenklich. Dennoch schien der Zcitpunct gekommen, wo manzwischen dem Bckenntniß ungenügender Kräfte oder der Erklä-rung der Gewalt zu wählen hatte. Hier konnte wohl nur dascrnstlichste Einwirken eines über die Parthciung gestellten Ein-flusses den Bruch abwenden. Nachdem am 11. April jene Be-schlüsse der ersten Cammer die Aufregung aufs höchste gesteigert,hörte man am 12. beruhigende Gerüchte und empfing am 14.den Beschluß, daß der Antrag auf Erlassung des Grundgesetzesvon erster Kammer in etwas modisicirtcr Maaße angenom-men sey. Auch die Conferenz über die Domainen war ange-nommen.

Die erste Cammer hatte in jenen Beschluß wegen desStaatsgrundgesetzcs die Modisication gelegt, daß ein Entwurfvon den Rcgierungscommissarien vorgelcgt werden solle. Manhatte in dieser Beziehung in zweiter Cammer Bedenken, weil