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Über die gegenwärtige Lage des Königreichs Hannover : ein Versuch, Ansichten aufzuklären
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19. Polizei. 85

mer ein etwas siscalischer Character in dieser Thätigkeit vorwal-tcte. Hierin mag es denn auch seinen Grund haben, daß nichtsgeschehen ist, um der ungeheuer vermehrten Consumtion desBranntweins, durch welche alle Moralität der untern Elastennothwendig zu Grunde gehen muß , auch nur einiger Maaßenin den Weg zu treten. Vor 1826 betrachtete man die Brenne-reien durchaus nur als Mittel zu Förderung des Ackerbaus.Aber auch hier kommt nur zu deutlich das Uebergewicht der Hä-hern Stande in Betracht; diese sind es, die durch Brennereiihren Ackerbau forderten, und durch dieses Mittel eine Gelegen-heit fanden, den untern Elasten ihr Product immer noch zu ei-nem verhaltm'ßmaßig hohen Preise zu verkaufen. Eine Hem-mung des Absatzes würde die großen Gutsbesitzer am meistengetroffen haben. Dazu fürchtete man Verminderung des immersehr bedeutenden und lange Zeit wachsenden Reinertrags, derwiederum Gelegenheit gab andre Steuern, insbesondre dieGrundsteuer, zu vermindern. Es hat aber die Demoralisationder untern Elasten vor allem gedient nicht die Unzufriedenheitzu vermehren, sondern sic gefährlich zu machen.

20. Finanzen. Domanialwesen.

Wenden wir uns überhaupt zur Verwaltung der Finanzen:so werden bei derselben vorzüglich drei Mängel hcrvortretcn,welche diesen Zweig der Verwaltung, der im übrigen mit mehrOrdnung und Klarheit als in manchen andern deutschen Län-dern geführt scyn möchte, dennoch zur Quelle großer Unzufrie-denheit gemacht haben, weil auch die äußerste Ordnung undRechtlichkeit da nicht genügt, wo Fehler in den Grundprinci-picn liegen. Der erste dieser Fehler ist die Trennung in könig-liches und ständisches Finanzwesen, der zweite das Uebergewichtund die Begünstigung der höhcrn Stände; endlich Mangel hin-reichender Regsamkeit und Thätigkeit in Handhabung der öffent-lichen Baarschaftcn, herbcigcführt freilich zum großen Thcilc durchdie unzweckmäßige Spaltung der Behörden und der Lassen, so