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Über die gegenwärtige Lage des Königreichs Hannover : ein Versuch, Ansichten aufzuklären
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10. Umgestaltung der Versagung.

hcnde und dessen Erhaltung zum Grunde legen. Wahrend derstrenge Theoretiker bei seinen Mißgriffen jederzeit der Berichti-gung einen doppelten Anhaltspunct giebt, indem thcils seinHauptgrundsatz, theils dessen Vcrhaltniß zum Bestehenden an-gegriffen werden kann, entgeht der Vcrtheidigcr des Bestehen-den dem ersten Angriffe durch Berusung auf ein förmlich erwor-benes Recht, dem letztem eben durch jenen Idealismus, derdem Vorhandenen eine Gestalt verleiht, die cs nicht hat, unddie Gegner in den Nachthcil setzt, den Beweis einer Negationführen zu müssen. Man hat cs vielfach den Verehrern des Be-stehenden vorgcworfen, daß sie in diesen Fehler gerathcn, und cslaßt sich mit Wahrheit behaupten, daß ihre ganze Theorie ausdiesem Idealismus beruhe, der bald das Unbequeme leugnet,bald die Begriffe verwechselt und verschiebt und so durch un-merkliche Veränderungen ein Bild schafft, das von der Wirklich-keit unendlich entfernt ist, dessen Verzerrung aber die Mengeleicht übersieht, weil die Halbwahrhcit, in der alle diese Bemü-hungen sich halten, jederzeit einen Schein des Wahren und ei-nen Anknüpfungspunkt für scheinbare Beweise übrig laßt *).Non diesem Fehler ist denn auch der Verfasser jenes Actcnstücksnicht frei geblieben. Ucbcrall sehen wir Berufung auf das Be-stehende. Um des Bestehenden willen soll keine Verfafsungsur-kundc entworfen werden, und sofort wird der Entwcrfung einerVerfassungsurkunde der Begriff einer rcinthevrctischen Staats-fvrmung untergeschoben, der die althergebrachten Verhältnissevorzuzichcn sepen. — Wie sind denn diese Verhältnisse gebil-det? haben nicht die Altvordern in Zeiten der Bewegung , derpolitischen Gestaltung und Erneuerung jederzeit nothig gefun-den, das streitige zu ordnen, das dunkle klar zu stellen? Lie-gen nicht in allen Archiven jene theurcn Pergamente, welchedie Rechte des Volks wie des Fürsten versichern? Sind dieseauch Werke neuer Thcoriecn? Und wenn sic es nicht sind,weshalb hat die Gegenwart ihr Recht an die Vergangenheit vcr-

*) c.krvi1Ibi1.!l)iüs bcree esl., nil ftb e.viclei4t.6r veri.-r ^er brovis-

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