28 11. Hannover. Entwickelung des Zustandes.
tution Westphalens hatte tauschen lasten, der wurde durch denpractischcn Despotismus, der aus ihr hervorging, leicht bekehrt.
8. Das Königreich seit 1813. Restauration.
Im Jahre 1813 wetteiferten alle Stande mit Aufopferungund Gefahr dir Fortschritte der befreienden Armeen zu begün-stigen; aber in Bremen und Lüneburg, wo der Adel sich an dieSpitze setzte, waren auch sofort alte Mißbrauche das, was manzuallererst wieder hcrzustcllcn suchte, Steuerbefreiung, Patri-mvnialgcrichtc, Pachtwcscn der Beamten, Vernichtung der Ab-lösung von Mciergcfällcn u. s. w. *) Das Ministerium suchtezwar diesen Uebcrcilungcn, die nothwcndig seine Thatigkcit er-schwerten , entgegen zu wirken; allein cs geschahen dennochSchritte, die keineswegs die Zufriedenheit vermehrten. DieOrganisation des Militairwcscns, auf die damals alle Blicke ge-richtet waren, die ersten Schicksale des Regiments, Herzog vonCumbcrland Husaren, an denen viele Jünglinge aus dem ho-hem Bürgerstande als Freiwillige Anthcil nahmen, und so vie-les andre, wobei der Einfluß des Adels sich wieder zeigte, er-regte Mißvergnügen, weil cs den Ansichten, die damals vonPreußen ausgegangen waren, und der eigcnthümlichcn Bewe-gung der Zeit nicht entsprach, und weil man die vcrschicdncLagcund die Schwierigkeiten einer durchaus neuen Schöpfung nichtübersah. Man erwartete ziemlich allgemein eine bessere Or-ganisation der Verwaltung, aber alles fügte sich wieder in diealten Formen. Das Mißverhältnis; der Hannoverschen Regie-rung, die als Mittelbchörde fast das ganze Land befaßte, undmit den thatigstcn Arbeitern im Ministcrio besetzt, diese höhererThatigkcit entzog, trat wieder an seine Stelle. Die Aufgabeder Regierung war sehr schwierig, denn es galt ein durchausaufgclösetes Land wieder hcrzustcllcn; sic wurde erschwert, weilüberall Hülfe gebrach, und unlösbar wurde sie, weil durch un-
') vgl. Hagcmanns Sammlung der Verordnungen und Aus-schrcibcn von 1813 bis 1817.