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Über die gegenwärtige Lage des Königreichs Hannover : ein Versuch, Ansichten aufzuklären
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7. Die Churlande vor 1803.

Georg 111. cs ungern sehen sollte, daß Forderungen dieser Artgeltend gemacht wurden. Andre Lander, namentlich Osnabrück,das doch auch von Georg regiert wurde, erhielten das Ihri-ge *). So war der ungemeine Ruhm der Gerechtigkeit wohlkaum fest gegründet. Dasselbe mochte sich von dem Ruhme derMilde sagen lassen, der auf der Verwaltung des platten Landesdurch die Beamten ruhte. Die überwiegende Gewalt, welchediesen die Vereinigung von Justiz, Polizei und Verwaltung derdurch alle Verhältnisse jener Gegend durchgehenden Domainengab, hat unverkennbar sehr oft zur Willkühr geführt. UcberSpvrtcldruck sind sehr oft die bittersten Klagen geführt, und derBauer ist auf keine Weise zum freien Menschen gebildet, son-dern eher zu widcrwilligcm Gehorsam hcrabgcdrückt.

Diese Mißverhältnisse brachten dann seit 1790 das Landin sehr große Gährung, und die Handel des Herrn von Ber-lepsch zeigen deutlich genug, welche gereizte Stimmung zwischeneinem Lchcile des Adels und des Landes und der Regierungherrschte. Es ist nicht zu leugnen, daß unter diesen einige Män-ner von ausgezeichnetem Geiste waren, aber ihre untergeordneteStellung hinderte sic an freiem Wirken. Andre, und die Mehr-zahl, erhoben sich durchaus nicht über das Altherkömmliche. Ei-nige der schreiendsten Ucbclstände im Calcnbergischen wurdengemildert; im Lüncburgischcn standen Männer von freieremGeiste an der Spitze des Adels. Die Gahrung, die einzelnendes einflußreichsten Adels hatte gefährlich werden können, legtesich, und alles ging der alten Ruhe wieder zu, als die Occupa-tivn von 1803 Plötzlich die Zungen entfesselte und eine Fluththcils geistloser, meist aber nicht ungcgründcter Klagschriftcnüber das Land ausgoß, die nur zu sehr zeigte, wie viel Erbitte-rung und Streit im Volke lag. Erfolg hatten jedoch diese Hän-del durchaus nicht. Die wcstphälisch-französische Regierungwandte vielmehr die Gcmüther zum größten Thcile dem Altenwieder zu, und wer sich durch die liberalen Worte der Consti-

') Auch hierüber ist in den gedachten Streitschriften Beschwerdegeführt.