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Über die gegenwärtige Lage des Königreichs Hannover : ein Versuch, Ansichten aufzuklären
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4> Vielregiercn. Uebervcrfeinerung.

überlassen blieben. Der Bürger, der diese Einwirkung nur zuleicht, und oft nicht zu seinem Vorthcil wahrnimmt, hält sicheben dadurch berechtigt Beförderung in jeder Rücksicht zu for-dern; er verliert den Geist der Selbstthätigkcit, gewöhnt .sichvon der Regierung zu erwarten, was er nur sich selbst verdan-ken sollte, und wirst auf die Regierung alle Schuld des Wider-wärtigen, das ihm geschieht und das nicht hinweggcräumt wur-de. Es ist nicht zu leugnen, daß durch ungegründctc, unklare,oft sogar durchaus thörichtc Ansprüche dieser Art, die bis in dieuntersten Elasten herabgehen, die Masse der Unzufriedenheit un-endlich vermehrt ist; aber eben so offen muß man gestehen,daß die Negierungen selbst cs sind, die sich Vorwürfe dieser Artzugczvgcn haben. Gerade durch diese Ansprüche ist nun dergegenwärtige Moment doppelt gefährlich geworden. Seit einerReihe von Jahren hat erst der Ackerbauer den Lohn seines Flei-ßes geschmälert gesehen; dann sind die Gewerbe vieler Gegen-den durch Ucberfüllnng und verringerten Werth menschlicher Ar-beit gesunken. Die große Zahl derer, die nicht von ihrem Ei-gcnthum sondern vom Ertrage ihrer Arbeit leben, hat schondadurch gezwungen jedem Genüsse des Lebens entsagen müssen,zu einer Zeit wo die wohlhabenden ihre Genüsse von Tag zuTage immer höher gesteigert, immer mehr bis zur Ungenieß-barkeit' verfeinert und dadurch in jenen das Gefühl der Ent-behrung um desto schärfer angeregt haben. Steigende Thcu-rung des Nvthwcndigcn hat endlich zu diesen Ucbcln noch ge-zwungen selbst das Unentbehrliche zu entbehren, hat Verzweif-lung in die Gemüther geworfen. Von diesen Ucbcln aber istdas Meiste den Negierungen zur Last gelegt, von ihnen hat derAckerbau Erleichterung, die Gewerbe Schutz und thätige Unter-stützung gefordert, und der Luxus, der durch die Staatsbeam-ten am weitesten verbreitet worden, ist ihnen zur Last gefallen,weil er als Vergeudung des Schweißes der Untcrthanen erschien.

Die politische Lage Deutschlands aber hat wiederum die-nen müssen, diese Uebel zu schärfen; denn wenn in großenStaaten die Verschiedenheit der natürlichen Kräfte gestattet, dieDinge ihrem natürlichen Gange zu überlassen und dennoch das