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l. Deutschlands Stellung.
Meiste von dem selbst zu erzielen, was das Land bedarf: somuß ein kleiner Staat, um eine Vollständigkeit in sich selbst zuerreichen, zu künstlichen Mitteln schreiten. Was dort Werk derNatur ist, wird hier Werk der Regierung, was dort im Mis-liugen nur den Umstanden zur Last fallt, das wird hier denfalschen Maaßregeln der Regierung zugeschricbcn. Ucbcrall trittdiese ein, muß sie cintrctcn, und in demselben Verhältnis', inwelchem die Zerstückelung Deutschlands die Ausdehnung seinerZollgrauzen vermehrt, in demselben Vcrhaltniß vermehrt die-selbe auch Ansprüche und Klagen deutscher Volker gegen ihreRegierungen.
5. Mißverhältnis; der Stände.
Man kann alle diese Klagen zusammcnfafscn in dem einenWorte: die öffentlichen Verhältnisse Deutschlands sind zu künst-lich , zu verwickelt geworden, und durch das Streben sie zu bes-sern hat man dieselben nur künstlicher gemacht. Es ist abereben so wenig zu verkennen, daß vielfach die Bewegung durch-aus nicht gegen die Regierung gerichtet ist und dies ist der andreHauptpunct, der beachtet werden muß.— Schon vorhin istmehrmals berührt worden, wie ungeheuer der Unterschied ist,in welchem jene Vcrkünstlichung des Staats auf die hohem undauf die uicdcrn Stande wirkt. In diesem Gewinne der hohemStande liegt ein großes Nebel sowohl für diese als für denStaat selbst, weil dadurch ein natürliches Mißvcrhältniß nochmehr hervorgchobcn, und als ein willkührlichcs dem Staate zurLast fallendes dargcstellt wird.
Solange der Mensch zu seinem Wohlscyn der Dinge bedarfund solange die Dinge in seinem Eigcnthume stehen, werdenjederzeit zwci Classcn einander entgegengesetzt scyn; eine, welchevon ihrem Eigcnthume und dessen Früchten lebt, die andre,welche durch Anwendung ihrer Kräfte jene erstem bewegen muß,ihr soviel vom Eigcnthum der Dinge zu überlassen als der Un-terhalt erfordert *). Zwischen beiden äußersten Punctcn liegen
') Es ist bereits von Rchbcrg sämmtliche Schriften n. S. 51-