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Über die gegenwärtige Lage des Königreichs Hannover : ein Versuch, Ansichten aufzuklären
Entstehung
Seite
VII
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Vorwort.

VIl

gen sollten, daß nur französisches Beispiel deutsche Völker zumAufruhr und zu überspannten Forderungen verführe: sv müssenwir auch uns anklagen, daß wir selbst gelehrt haben, auf jenemehr zu sehen als auf uns. Denn was von deutschen Verhält-nissen in Ruhe und Bescheidenheit nicht gesagt werden durfte,das mochte aus Frankreich herüber im höchsten Glanze der Be-redsamkeit, mit aller Kunst des Parlheigeists geschmückt, jedervernehmen und verbreiten. Glaubte man denn, es fehle demDeutschen so ganz an der Fähigkeit, auf sich selbst die Anwen-dung zu machen?

Nun ist jene ernstere, sittlichere Richtung aus der Zeit derErhebung in steigenden Leichtsinn und Genußsucht verwandelt;jenes oberflächliche Gerede von Freiheit und Liberalismus aberJahre lang verschlungen, gepriesen, nachgeahmt. Jene leich-ten Berechnungen des politischen Materialismus, die sich solange schon als falsch erwiesen, sind Jahre lang dem Deutschenals einziges Heil gepriesen, am meisten von, denen, die hinter-her am wenigsten geneigt waren, die Folgerungen anzucrkcnnen,die das Volk auf sehr natürliche Weise daher gezogen hat.Jahre lang haben diese Theorien, die durchaus nur geeignetsind, alles positive aufzulvscn und zu vernichten, allein der un-bedingten Verehrung des Bestehenden, wie es auch seyn mochte,gegenüber gestanden. Das alles schien nicht gefährlich. Aberjeder Versuch, das eigne auszubildcn, Festes, Positives andie Stelle jener allgemeinen Vernichtung zu setzen, wurde ver-dächtig gehalten.

So ist cs dahin gekommen, daß die schlimmere Hälfte derRevolution bei uns gemacht ist, che wir es innc geworden sind.Denn das Vorhandene ist vernichtet, wenn keine Liebe der Bür-ger dasselbe stützt, geschweige, wenn es mit Abscheu verfolgtwird. Wo ist der Mann, der uns die bessere Halste brächte,der neues kräftiges an die Stelle setzte, che ein Sturm uns unterjenen morschen Trümmern begräbt!