VI
Vorwort.
haßte wicdcrkchrte ohne das Gute, als auswärtige Polizei andie Stelle der Freiheit, Centralsystcm au die Stelle der Unab-hängigkeit trat, Willkühr, Schwäche und Unordnung der Ver-waltung um desto fühlbarer wurden, je mehr man die Verwal-tung cingrcifcn ließ, Verschwendung um desto drückender, jehöher die Lasten gestiegen waren, und je mehr die Erwerbs-quellen stockten; als materialistische Berechnung den Geist, densic weder leugnen noch berechnen konnte, feindselig bekämpfte,weil er ihre Formeln verwirrte, da ging auch jene Liebe zu Grun-de, sic wirkte selbst zum Verderben, weil sie alles mit schärfe-ren Blicken betrachtete und die Auflösung schritt vorwärts biszu diesem Grade der Gcwaltthätigkcit, der wir jetzt nicht zu be-gegnen wissen. Seit Jahren kampscn die Negierungen gegendiese Auflösung vergebens. Als sich Stimmen erhoben, diebedenklich schienen, hat man Stillschweigen aufcrlcgt; aber dieFolge hat bewiesen, daß die Gefahr von ganz andern Seitendrohe. Aus einigen überspannten Schriftstellern und Studen-ten sind Millionen bis zum Aufruhr unzufriedener Bürger ge-worden. Man hatte die Klagen für das Ucbcl gehalten undglaubte dasselbe besiegt, als diese verstummten. Darum ließman alsbald ab von kräftigen Mitteln, vermeinte, cs scp nichtszu thun, als das Vorhandene zu erhalten, und möglichst zumeignen Vortheil zu kehren. Aber man hatte nicht Augen undOhren des Volks verschließen können gleich dem Munde. Daseigne war dem deuischen Volke entzogen, das fremde blieb ihm.Dadurch ist am meisten das Böse gefördert, daß der Druck,den man empfand, verschwiegen blieb, und übersehen wurde;daß man Gutes in der Heimat nicht fortschrcitcn sah, und alsodie Hoffnung verlor, daß und die Einsicht, wie cs besser werde,wahrend in der Fremde äußerlich reges Leben anzog und ver-führte. So wurden die fremden Wünsche auf das eigne Be-dürfniß übergetragen, das fremde Beispiel unbedingt nachah-mungswürdig gehalten, und wenn wir nunmehr mit Recht kla-