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5 Minuten, iibergiefst; gebe zum Getränk kaltes Was-ser und frottire, knete, reibe den Kranken da, woer Schmerz und Krampf liat. Darauf bringt man ihnzu Bette und deckt ihn mit wollenen Decken zu.Tritt nach einigen Stunden keine Besserung, die sichdurch Wärme der Haut, der Zunge, des Atliems unddurch Schweifs zu erkennen gibt, ein, so wiederholtman die kalten Begiefsungeu, das Kneten und Reiben,schlägt nafskalte Tücher auf den Kopf, und wartet,oh nach einigen Stunden Besserung ein tritt. Ist diesnicht der Fall, so können die Begiefsungeu zum drit-ten und vierten Male wiederholt werden, bis der her-beigerufene Arzt das Weitere verfügt.
Tritt Wärme und duftender Schweifs ein, so be-fördert man diesen durch lauwarmen Kräuterthee undwarme Einhüllungen.
Auf solche Weise wird seihst der von ärztlicherHülfe sehr entfernt Wohnende sich und Andern we-sentliche Dienste leisten können ; auf jeden Fall aberist dem Arzte durch kalte Begiefsungen besser vor-gearbeitet, als durch die Anwendung innerer hitzigerArzneien oder Volksmittel.
Ist ein Chirurg in der Nähe, so mnfs gleich An-fangs beim Auftritt der ersten schlimmen Symptomeein Aderlafs, von 4—6 Tassen, gemacht werden, woraufein Brechmittel zu reichen, kalte Begiefsungen zumachen sind, — oder worauf der Kranke nach Um-ständen, die der Chirurg nach bester Einsicht untcr-scheidet, warm gehalten und mit den oben angegebe-nen äufsern Mitteln behandelt werden mufs.
Bei der Cholera kommt es auf ein rasches Eingrei-fen an; es ist Alles im Anfang, später nichts mehr zu