Druckschrift 
Beitrag zur Erkenntniss der Natur und Heilung der Cholera : nach eigenen Erfahrungen
Entstehung
Seite
25
Einzelbild herunterladen
 

Druck in den Präcordien, Angst, Gefühl von Kiilte,leichten Frostschaudern, Mattigkeit, Appetitlosigkeit,überhaupt den Zeichen von Eintritt eines Fiebers(besonders sind Schwindel und Kopfschmerz zu be-achten); hierzu gesellt sich dann eine leichte Diar-rhöe, die erst biliöse, dann wässerige Stoffe entleert;Uebelkeit und Ziehen in den Waden tritt auch wohlschon ein; Angst und Beklemmung, Schwäche undFrösteln, Entfärbung der Haut nehmen zu und be-reiten den Eintritt des zweiten Stadiums, des Stadiiapoplectici oder spastici, vor.

Das Stadium apoplecticum beginnt unter vermehr-tem, lieftigerm Abführen und Erbrechen mit schmerz-haften Krämpfen, mit Erkalten der Extremitäten, derHaut, der Zunge, mit Blauwerden des Gesichts, derArme und Beine; dabei sinkt der Puls immer mehrund verschwindet gänzlich, sowohl an den Extremi-täten, als an Hals und Kopf; alle Secretionen hörenauf und werden von den Ausschwitzungen im Darm-canal suhstituirt; besonders auffallend ist die Stock-ung der EJrin-Secretion. Das Gesicht eines Cholera-Kranken zeichnet sich durch die tiefliegenden, star-ren, weitgeöffneten Augen, durch den offenen Mund,durch die blaurotlie, livide Farbe, durch die Bläueder Lippen aus; man kann die Stimme eines Cholera-Kranken unter 100 andern heraus hören, und seinegerunzelte, eingeschrumpfte, mit langen Falten be-deckte kalte Hand, die eiskalte Zunge, die leblose,wie Leder anzufühlende, nafskalte Haut geben dasGefühl des Todes beim Berühren. Man vergleichtihn am besten einem Ertrunkenen oder halb Stran-gulirten. (Siehe übrigens Kildjuscliewsky und Andere.)

3