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Beitrag zur Erkenntniss der Natur und Heilung der Cholera : nach eigenen Erfahrungen
Entstehung
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nisses wieder ins Bett zu steigen, als der Tod sieüberraschte, so dafs sie in dieser kletternden Bewe-gung unterbrochen, und mit ausgespreitzten krampf-haft verzogenen Armen gleichsam festgebannt war.Ein anderes Mal sah ich die Leiche eines Mannes,der, wie es schien, im Begriffe gewesen war, an dasFenster zu eilen, um sich Luft zu machen oder umHülfe zu rufen, in dieser Stellung erstarrt und todt.Jeder scheute aus Furcht vor Ansteckung und Ab-sperrung hinein zu gehen, und dem Arzte war esVorbehalten, den Leuten, die zur Leichenbestattungbestimmt waren, Mutli zu machen.

In Milentz, einem Dorfe von höchstens 500 Einwoh-nern, waren innerhalb 5 Wochen etwa 85 Menschenan der Cholera gestorben und über 160 erkrankt(also 17 und 32%). Wehklagen, Tliränen, Furchtund Zagen begegneten dem Arzte; viele Einwohnerwaren aufs Feld gezogen. Ich habe hier Scenen desJammers erlebt, die ich nie vergessen werde. Beieinem Abeudbcsuche, den ich mit IJrn. Professor Dr.von Kildjuschewsky, der sich entschlossen hatte, imDorfe einige Zeit zuzubringen, machte, fanden wir ineinem Hause, wo eben ein junger Mann erkrankt war,3 Wittwen, die enge Hütte mit Jammergeschrei überden Verlust ihrer Männer füllend; polnische Spracheund Lebhaftigkeit, das Dunkel der Nacht, die spär-liche Erleuchtung, die Gegenwart des sterbenskran-ken, um Hülfe rufenden Mannes verstärkten diesentragischen Eindruck. Denselben Abend zeigte unseine erschrockene Mutter unter 3 andern Kranken ei-nes ihrer Kinder, das schon als todt unter den Leichen