verschiedenen Verhältnissen des Bod'ens, der Lage,der Lehensart kennen zu lernen. Die Königl. Hochl.Regierung zu Danzig gal) mir auf mein Gesuch umDislocation die Weisung, nach Güttländerfälire, einergrofsen Contumaz-Anstalt an der Weichsel, wo russi-scher Proviant aus danziger sogenannten inficirtenKähnen in sogenannte reine Kähne, die diese Waaredem russischen Heere nach Tliorn brachten, über-laden wurde.
Diese für russische Rechnung cingerichteteContu-maz-Anstalt war in der ganzen Umgegend als einePesthöhle verrufen, deren Namen schon Schreckenverbreitete. Dennoch fand ich hier nur einen einzigenCholera-Kranken, dagegen viele an rlieumatisch-ca-tärrlialisch -entzündlichen, an gastrischen und inter-mittirenden Fiebern erkrankt, und da es nicht inmeinem Plane lag, solche Kranken zu beobachten,so hat ich nach einigen Tagen Eine Königl. Hochl.Regierung zu Danzig um eine andere Stelle, wo derZweck meiner Reise, Cholera-Kranke zu sehen, bessererfüllt würde und erhielt umgehend die Bestimmungnach Marienburg, zur Direction des dortigen Cholera-Lazaretlis.
Ich mufs bei dieser Gelegenheit auf zwei Umständeaufmerksam machen, wovon der eine beweist, dafsWaaren aus inficirten Orten nicht aijstecken, undder andere, dafs das Zusammentreffen von Ausbruchder Cholera an einem Orte mit dem Eintreffen vonFremden aus als inficirt betrachteten Gegenden —nicht zu dem Schlufs berechtige, dafs die Krankheitverschleppt sey.
Zur Uebcrladung der russischen Waaren aus inficir-