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Beitrag zur Erkenntniss der Natur und Heilung der Cholera : nach eigenen Erfahrungen
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Nirgend konnte man deutlicher den verderblichenEinflufs der Häuser - und Wohnungs-Sperren nach-weisen, als hier; hei strenger Absperrung erkranktenfast alle Einwohner eines Hauses ; sobald man ihmLuft und Freiheit liefs, beschränkte sich die Zahlder Erkrankungsfälle.

Als die Epidemie in Eihing ihre Hohe erreichthatte, wurde ein zweites Lazaretli eingerichtet undmir die Leitung desselben mit dem Wunsche über-tragen, dafs ich darin wohnen möchte. Ich übernahmindessen die Leitung gemeinschaftlich mit zweienmeiner dortigen Collegen und zog vor,_ im Gaslhauseauf meine Kosten zu wohnen; theils weil ich michnicht mit Kranken in einem ungesund gelegenenHospital ein- und absperren lassen mochte, theilsweil ich es für vortheilhafter zur Erreichung meinesZweckes hielt, mich frei nach allen Richtungen hinzu bewegen, was mir damals hei streng gehandhab-ter Contumaz nicht gestattet' gewesen wäre, wennich im Lazaretli gewohnt hätte. (Ich erwähne diesenUmstand, um/einen Vorwurf zu entkräftigen, den manmir darüber gemacht hat, dafs ich nicht meine Woh-nung im Lazarethc nahm.)

Nachdem ich in Eihing 4 Wochen mit Beobach-tung und Behandlung von Cholera-Kranken zugcbrachtund durch die freundlichste Bereitwilligkeit der Ilrn.Doctoren Ilousselle, Schaper und Gottei Gelegenheitgehabt hatte, diesen Gegenstand durch Unterredung,Lcctüre, Beobachtung am Krankenbette und durchSectionen zu betrachten, begab ich mich nach ande-ren Orten, die von der Epidemie heimgesucht wur-den. Ich hatte dabei die Absicht, die Cholera unter